krippe

Die Waldorfpädagogik im Krippenalltag

Kinder bringen die Voraussetzung mit, das Gehen, das Sprechen und das Denken zu erwerben. Dazu brauchen sie Raum für körperliche Bewegung, mit der sie die Grundlage für ein bewegliches Denken schaffen können. Sie brauchen Zeit, um das körperliche Gleichgewicht zu üben, welches die Grundlage für das seelische Gleichgewicht bildet, und sie brauchen Ruhe für eine reiche Sinneserfahrung, die eine starke Persönlichkeit formen kann.

Seid nun mehr als 7 Jahren gibt es bei uns im Waldorfkindergarten eine Krippengruppe für Kinder von 1,5 -3 Jahren, die von 8.00 -15.00 Uhr von drei Erzieherin und einer FSJ-Kraft betreut werden.

Nachdem uns am Morgen die Kinder in die Krippe gebracht werden,beginnen sie sich im Raum zu bewegen. Überall gibt es Interessantes zu entdecken, Bänder werden abgerollt, hinter sich hergezogen, auf Stühle hoch und runter geklettert, geschaukelt, in der Pup-penküche wird gekocht, die Murmelbahn wird in Betrieb genommen.  Seidentücher und Wolltücher werden viel-seitig verwendet und vieles andere mehr. In dieser Zeit bereiten die Erzieher das Frühstück, machen mit einzelnen Kindern Berührungsspiele, nähen, stricken, putzen, wickeln, unterstützen und trösten die Kinder – durch dieses rege Tun und der Vorbildfunktion der Bezugspersonen wird ein nachahmendes soziales Verhalten ermöglicht.

Nach dem freien Spiel wird aufgeräumt und nach einem kleinen Tischspiel wird ausgiebig Hände gewaschen. Mit Fingerspiel und Tischspruch beginnt das Frühstück.Es gibt Vollkornbrot mit Butter, Obst und Gemüse, dazu Früchtetee und Wasser. Ein kleiner Stuhlkreis folgt und danch geht es hinaus in den Garten. Wir gehen mit den Kindern bei jedem Wetter hinaus, so erleben sie die Jahreszeiten ganz nah. Dann gibt es Mittagessen mit Getreide, Kartoffeln oder Nudeln und dazu Gemüse und einen leckeren Nachtisch. Dann ist es Zeit für einen Mittagsschlaf, um all die Eindrücke des Vormittags zu verarbeiten. Nach dem Aufwachen und einer kleinen „Knusperrunde“ kommen auch bald die Eltern und nehmen ihre Kleinen wieder in Empfang.

Uns ist die Zusammenarbeit mit den Eltern ganz wichtig, es ist die Grundlage für unsere Arbeit. Wir haben viel Freude an dieser Arbeit und sind dankbar, die Kleinen ein Stück ihres Lebens zu begleiten und Keime zu legen, denn die Kinder sind die Zukunft.

Anja Stahl (Erzieherin)